Was ist Klöppeln ?
 
 
Logo Klöppelkiste
 

1)  Nur zwei Handbewegungen ...
"Klöppeln" nennt man das Verflechten von Fäden mit Hilfe von Klöppelhölzern, auf die das Garn aufgewickelt ist. Eine Vorlage (der "Klöppelbrief") ist auf einem fest gestopften Polster (Klöppelkissen) festgesteckt. Der Klöppelbrief zeigt die Nadelpunkte an, die die Form der Spitze bestimmen. Man macht mit den Paaren Flechtbewegungen und spannt die Fäden um Nadeln, bis sich nichts mehr verziehen kann.

Auch wenn viele Klöppel auf dem Kissen liegen, sollte man sich nicht irritieren lassen: eigentlich arbeitet man immer nur mit zwei Paaren gleichzeitig und im Prinzip gibt es auch nur zwei Bewegungen, mit denen man die Fäden verbindet. 

Eine Klöpplerin benötigt Geduld, Fingerfertigkeit und gute Augen; logisches Denken ist hilfreich. Doch die Anfänge sind nicht schwer; es kommt vor allem darauf an, Interesse mitzubringen und  die Lust, es zu lernen!
 

 

2)  Ein Hobby mit vielen Möglichkeiten
Das Schöne an dieser Handarbeit ist, daß man sein Leben lang immer neue Dinge lernen kann, daß man selbst kreativ werden und eigene Entwürfe machen kann, daß es aber auch die Möglichkeit gibt, aus einer unübersehbaren Fülle von vorgegebenen Mustern auszuwählen.

Klöpplerinnen wird heute viel geboten: In vielen Regionen haben sich Gruppen oder Vereine gebildet, die sich regelmäßig treffen und oft auch größere überregionale Klöppeltage mit Ausstellungen, Kursen, Vorträgen und Angeboten von Händlern organisieren.
Der Deutsche Klöppelverband lädt jedes Jahr zu einem großen Kongreß in eine andere Stadt ein. Drei Tage lang kann man sich mit Hunderten von Klöpplerinnen treffen, historische und moderne Spitzen sehen und sich anregen lassen von Vorträgen und den Angeboten vieler Händler aus dem In- und Ausland.

In vielen Regionen hat sich die Klöppelspitze zu eigenständigen Formen  entwickelt. Wir kennen russische, slowenische und flandrische Bänderspitze, Binche, Torchon, Pariser Spitze, Honiton, Buckspoint, Tüllspitze, "Christian IV", Cluny, Reticella, Duchesse und viele weitere historische Spitzenarten. Alle haben ihre eigenen Spezialitäten: wie enge Kurven gearbeitet werden, wie man Paare einfügt oder herausnimmt, charakteristische Verzierungen und Grundmuster. Und all das kann man lernen. Es gibt heute zu fast jeder Spitze ein oder mehrere grundlegende Bücher und es gibt eine Vielzahl an Kursangeboten zu speziellen Spitzen. Darüberhinaus hat man die viel weitergehenden Möglichkeiten, selbst kreativ zu sein und seine eigenen Ausdrucksweisen in der Klöppelei zu entwickeln. Wenn Sie sich hierbei weiterbilden wollen: der Deutsche Klöppelverband bietet selbst viele Kurse an und in seinem 3 x im Jahr erscheinenden Mitgliederheft "Die Spitze" finden sich stets weitere Angebote in ganz Deutschland und darüber hinaus. 

 
 
weiter zu:
Informationen für Anfänger
zum Shop
 "Klöppeln"