| Das Schöne an dieser Handarbeit
ist, daß man sein Leben lang immer neue Dinge lernen kann, daß
man selbst kreativ werden und eigene Entwürfe machen kann, daß
es aber auch die Möglichkeit gibt, aus einer unübersehbaren Fülle
von vorgegebenen Mustern auszuwählen.
Klöpplerinnen wird heute viel geboten:
In vielen Regionen haben sich Gruppen oder Vereine gebildet, die sich
regelmäßig treffen und oft auch größere überregionale
Klöppeltage
mit Ausstellungen, Kursen, Vorträgen und Angeboten von Händlern
organisieren.
Der Deutsche Klöppelverband
lädt jedes Jahr zu einem großen Kongreß in eine andere
Stadt ein. Drei Tage lang kann man sich mit Hunderten von Klöpplerinnen
treffen, historische und moderne Spitzen sehen und sich anregen lassen
von Vorträgen und den Angeboten vieler Händler aus dem In- und
Ausland.
In vielen Regionen hat sich die Klöppelspitze
zu eigenständigen Formen entwickelt. Wir kennen russische, slowenische
und flandrische Bänderspitze, Binche, Torchon, Pariser Spitze, Honiton,
Buckspoint, Tüllspitze, "Christian IV", Cluny, Reticella, Duchesse
und viele weitere historische Spitzenarten. Alle haben ihre eigenen Spezialitäten:
wie enge Kurven gearbeitet werden, wie man Paare einfügt oder herausnimmt,
charakteristische Verzierungen und Grundmuster. Und all das kann man lernen.
Es gibt heute zu fast jeder Spitze ein oder mehrere grundlegende Bücher
und es gibt eine Vielzahl an Kursangeboten
zu speziellen Spitzen. Darüberhinaus hat man die viel weitergehenden
Möglichkeiten, selbst kreativ zu sein und seine eigenen Ausdrucksweisen
in der Klöppelei zu entwickeln. Wenn Sie sich hierbei weiterbilden
wollen: der Deutsche Klöppelverband bietet selbst viele Kurse an und
in seinem 3 x im Jahr erscheinenden Mitgliederheft "Die Spitze" finden
sich stets weitere Angebote in ganz Deutschland und darüber hinaus.
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